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Auszüge und Zusammenfassung aus Hans-Peter Dürr’s Buch „Geist, Kosmos und Physik“

Mai 20, 2012

Auszüge und Zusammenfassung aus Hans-Peter Dürr’s Buch „Geist, Kosmos und Physik“

Dürr, jahrelanger Leiter des Heisenberg Instituts, jahrelang führendes Mitglied Greenpeace Deutschland, alternativer Nobelpreisträger

Hans-Pater Dürr hat mich mit seinem Buch sehr bewegt. Er hat als einer der führenden Atomphysiker unserer Zeit eine Verbindung von einer exakten und strengen Wissenschaft zu etwas geschaffen, das den Menschen seit zehntausenden von Jahren bekannt ist und trotzdem selten erreicht wird, nach dem sich alle sehnen, nämlich Sensitivität, Spiritualität, drittes Auge, Erleuchtung, oder wie immer man das nennt, das allen diesen Begriffen gemeinsam ist. Und diese Erkenntnis erwarb sich Dürr paradoxerweise über die Wissenschaft der Atomphysik, einer Wissenschaft, die immer alles zu beweisen sucht. Ich darf mir erlauben, ein bisschen detaillierter über die Inhalte zu berichten und einige Auszüge zu bringen.

Ein paar alte Verhaltensmuster haben in ihrer Kombination zu einer fatalen Entwicklung der Menschheit geführt. Wir haben dazu geneigt, aus einem Zipfelchen Wahrheit auf die ganze Wahrheit zu schließen. Diese Erkenntnisse weckten den Wunsch, die Zukunft zu unserer eigenen Sicherheit selbst zu steuern. Dies zusammen mit Technologiehörigkeit und egoistischer Profitgier hat zu einer zunehmenden Belastung des für uns lebensnotwendigen Ökosystems Erde geführt. Die Menschen registrieren dieses teils bewusst und teils unbewusst, sodass inmitten dieser Häufung von Krisen die Sinnfrage wieder in den Mittelpunkt rückt.

Die neue Physik lehrt uns, dass es keine Realität (res = Ding) mehr gibt, sondern nur mehr eine Art Wirklichkeit (von wirken), besser aber bezeichnet als Potenzialität; ein sowohl/als auch, also nur die Möglichkeit der Realisierung. Damit fällt die Sicherheit der Vorherbestimmbarkeit weg und weicht einer Art Glauben, der nicht mit Nichtwissen verwechselt werden darf. Hier treffen wir auf die Spiritualität.

Die alte Denkweise „wahr oder nicht wahr“ entspricht der Außensicht, bei der Innensicht liegt die Wahrheit im „sowohl als auch“, ohne dabei an Gewissheit einzubußen. Das alte Denkmuster „wenn das eine richtig ist, muss das andere falsch sein“ hat viele Kriege und viel Leid verursacht. Die moderne Physik lehrt uns, dass die zweiwertige Außensicht nur begrenzte Gültigkeit hat. Die tiefere Wirklichkeit offenbart sich besser in der Innensicht.

Und es ergibt sich eine neue Erkenntnis: Dinge verhalten sich unterschiedlich, je nachdem ob wir hinschauen oder nicht. Daraus folgt, alles was wir durch direkte Beobachtung als Wirklichkeit betrachten (in der Naturwissenschaft stoffliche Realität), darf in dieser Form nicht mit der eigentlichen Wirklichkeit identifiziert werden. Diese Wirklichkeit lässt sich mit unserem Denken nicht erfassen: eine höher geordnete Struktur lässt sich niemals aus den ihr nachgeordneten Teilstrukturen synthetisieren und verstehen; das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Für ihr tieferes Verständnis sollten wir mit dem Ganzen beginnen, das sich uns eher durch die Innensicht, z.B. meditative Versenkung, öffnet.

Die alte Denkweise gibt vor, dass es eine zeitliche Kontinuität der Materie, die die Kontinuität der Welt gewährleistet, gibt. Die Materie ist primär, sie bleibt gleich. Die Form ist sekundär, sie entsteht durch die Wechselwirkung von Materie und ändert sich ständig im Ablauf der Zeit. Die moderne Auffassung ist ganz anders. Wenn man Materie ganz auseinander nimmt, bleibt am Ende nichts mehr übrig, was an Materie erinnert; kein Stoff, nur mehr Form, Beziehung. Materie ist nicht aus Materie zusammengesetzt. Daher ist das Primäre die Beziehung, der Stoff das Sekundäre. Im Grunde bleibt nur etwas, was mehr dem Geistigen ähnelt, ganzheitlich, offen, lebendig, Potenzialität. Materie ist Schlacke dieses Geistigen, zerlegbar, abgeschlossen, determiniert. Wir haben ein ständiges Entstehen und Vergehen, in jedem Augenblick wird die Welt neu geschaffen.

Diese Potenzialität ist eine schlechte Nachricht für alle, die die Natur manipulieren und in den Griff bekommen wollen. Denn sie verstehen das „sowohl als auch“ Prinzip als eher lose Verknüpfungsstruktur freier Gedanken nicht. Es ist eine gute Nachricht für die, die den Menschen als Teil der großen Wirklichkeit betrachten, die Zukunft kreativ mitgestaltend auf einer Ebene der Innensicht.

Materie ist sklerosierter Geist oder anarchischer Geist, der in seiner Orientierungslosigkeit im Mittel den alten determinierten Gesetzen folgt und damit aus dem eigentlichenm Schöpfungsprozess ausgeschieden ist. Materie ist nicht nutzlos, sie liefert die Bühne für das Spiel der Schöpfung, aber wesentlich ist das, was noch offen ist. Die Konzentration darauf kann uns aus unserer Sackgasse herausführen: Lockerung, Öffnung, Befreiung von unseren Fesseln. Am Grund unserer Wirklichkeit ist kein Fundament, sondern eine Quelle, etwas Lebendiges. Und daraus entstehen die Lebensimpulse.

Viele glauben, dass es am Schluss immer ungerecht und friedlos zugeht und dass nur der Mächtigste überlebt. Aber das ist eine grundfalsche Vorstellung, die mit unserem falschen Menschen- und Weltbild zusammenhängt. Die Aussage, es gibt keine Alternative zu der Welt, in der wir jetzt leben, ist Fatalismus, bedeutet Fantasielosigkeit, bedeutet Unverständnis dessen, was hinter der Welt steht. Das alte Denken gibt uns Eigentum vor, erworben durch Konkurrenz. Das ist wie ein Wettrennen: ich muss den anderen überholen, egel in welche Richtung es geht. Und das führte zur Naturvergessenheit.

Für eine gute und gesunde Welt sind drei Ebenen zu betrachten:

Natürliche Lebensgrundlagen erhalten (Ökologie)

Friedlich und in Gerechtigkeit zusammenleben (Gesellschaft)

Gutes und lebenswertes Leben des Einzelnen (Individuum mit emotionaler und geistiger Potenzialität)

Und die Priorität liegt in dieser Reihenfolge, denn unsere Existenz beruht auf der Existenz der Natur.

Die neue Physik lehrt: die bisherigen Naturgesetze sind im Grunde falsch. Streng genommen gibt es keine Elektronen, nur Schwingungsfiguren; damit ist die Materie verloren gegangen. Diese Schwingungen entsprechen Instabilitäten, wie bei einem Pendel, dessen Kopf nach oben gerichtet ist. Wie aber gelingt es nun, Instabilitäten zu stabilisieren? Wir sehen das z.B. beim Gehen. Hier werden zwei Instabilitäten (die Vorwärtsbewegung auf nur einem Bein) permanent erhalten. Und das ist Leben  Durch diese Instabilitäten kommt es nun zu einer Differenzierung, aber auch zu einem Zusammenspiel. Es ist gut, dass wir alle so unterschiedlich sind, denn dann kann jeder eine andere Stützfunktion übernehmen. Und trotz der Differenzierung bleiben wir über das Meer der Potenzialitäten, über die Schwingungsebene miteinander verbunden.

Dürr beschreibt weiters, wie viel Energie aus der Sonne, wir Menschen verbrauchen können, ohne unsere eigene Lebensgrundlage zu zerstören (hier ist nicht der Ressourcenverbrauch gemeint). Die Berechnungen zeigen, dass ein Amerikaner durchschnittlich 8x mehr verbraucht. Ein Europäer 5x mehr, ein Chinese etwas weniger und ein Mensch aus Bangladesch nur ein 15tel. Der mögliche Energieverbrauch liegt in etwa auf dem Niveau eines Schweizers im Jahre 1969. Das wäre doch kein so schlechter Lebensstandard und damit könnten wir für alle Menschen unser Ökosystem erhalten.

Ich hoffe, mit meinen Auszügen Appetit auf das Buch von Hans-Peter Dürr gemacht zu haben. Für mich ist dies eine schöne Erklärung dafür, was ohnehin auf dieser Welt derzeit passiert, die Wende hin zur Verständigung über eine uns allen gemeinsame Schwingungsebene. Und diese Verständigung wird alle Bereiche unseres Lebens einnehmen, wie Medizin, Ökonomie, Ökologie, Tiere,….

Gerhard Kögler, Arzt

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